FEUERWERK – Der Horror für Tiere

FEUERWERK – Der Horror für Tiere

Dezember 27, 2019 Aus Von mfsimba

Die meisten Menschen lieben Feuerwerk. Wunderschöne Formationen, die den Himmel beleuchten, sind häufig der Höhepunkt von Festen – doch Tiere leiden sehr darunter.

Der Lärm und die veränderten Gerüche in der Natur verwirren sowohl Wildtiere als auch Haustiere und versetzen sie in Panik oder gar Todesangst. Wildtiere, Hunde und Katzen nehmen den ohrenbetäubenden Lärm, die hellen Blitze und die unbekannten Gerüche mitunter als lebensbedrohliche Situation wahr. Feuerwerke versetzen die Tiere nicht nur in Todesangst und Panik, sondern können schnell zur tödlichen Gefahr werden.

Tödliche Gefahr für Wildtiere

Wildtiere reagieren besonders empfindlich auf potenzielle Gefahren, denn in der Natur müssen sie ihr Überleben tagtäglich durch Achtsamkeit, Flucht oder Verteidigung sichern. Gerade im Winter müssen unsere heimischen Wildtiere gut mit ihren Kräften haushalten, da sie nur begrenzte Energie- und Nahrungsreserven zur Verfügung haben. Ein hoher  Energieverlust durch Störungen oder panisches Flüchten kann lebensbedrohliche Folgen haben.
Für die Vögel wird der Himmel vor allem in den Städten zum Inferno. Unter Schock flüchten die Tiere in für sie teilweise ungewöhnliche Höhen, was mit einem großen Energieverlust einhergeht. Rauchschwaden und die hellen Leuchtraketen können zu Desorientierung bei den Vögeln führen, ihnen die Sicht nehmen und sie blenden, sodass sie Hindernissen nicht mehr rechtzeitig ausweichen können. Es dauert häufig Tage oder sogar Wochen, bis sich die Tiere von diesem Schock erholt haben.

Erheblicher Stress für Tiere in Zoos und Tierparks

Auch für die vielen eingesperrten Tiere in Zoos und Tierparks bedeutet der enorme Lärm großen Stress. Voller Angst und Panik müssen sie in ihren Gefängnissen ausharren – ohne jegliche Fluchtmöglichkeit. „Silvester sieht man dort jedes Jahr mit Schrecken entgegen!”
Dort ist man jedes Mal froh und erleichtert, wenn am Neujahrsmorgen im Zoo kein Tier Schaden genommen hat.

Angst und Panik bei Hunden und Katzen

Für viele unserer tierischen Mitbewohner ist der Silvesterabend ein Alptraum. Laute Böller, zischende Raketen und helle Blitze versetzen viele Hunde und Katzen in Angst und Panik. Von derartigen traumatischen Erlebnissen können die Tiere erhebliche psychische Folgeschäden in Form von Angststörungen davontragen. Neben dem für die Tiere ohrenbetäubenden Lärm kann selbst der Geruch von gezündeten Feuerwerkskörpern einen Fluchtinstinkt auslösen. Hunde und Katzen sollten den Silvesterabend sicher im Haus verbringen und nicht über einen längeren Zeitraum alleine gelassen werden.

Hilfreiche Tipps für den Silvesterabend

Auch Haustiere leiden unter den Silvesterknallern. PETA Deutschland e.V. hat deswegen sieben Tipps zusammengestellt, um den Jahreswechsel für Katze, Hund und Co. entspannt zu gestalten.

  • Lassen Sie Hunde und Katzen an Silvester nicht über einen längeren Zeitraum alleine.
  • Bereits am Nachmittag oder frühen Abend beginnen Feierfreudige mit der Knallerei. Den Silvesterabend müssen die Tiere daher sicher im Haus verbringen, auch Katzen. Umzäunte Gärten sind an Silvester ebenfalls nicht sicher: Zu Tode erschreckte Tiere finden auf ihrer Flucht fast immer einen Ausweg.
  • Geschlossene Rollläden, sanftes Licht und leise Musik bzw. Fernsehgeräusche können helfen, den Feuerwerkslärm für Ihre Tiere möglichst auszublenden. Wichtig ist, dass Sie Hunde und Katzen nicht in ihrer Angst bestärken, sondern ihnen Geborgenheit und Schutz geben. Wenn Sie Gelassenheit ausstrahlen, vermittelt das auch Ihren Vierbeinern Sicherheit.
  • Gehört bei Ihnen Bleigießen zum Silvesterritual? Achten Sie darauf, dass Hunde und Katzen nicht an das verwendete Wasser gelangen – es kann zu schweren Vergiftungen führen.
  • Wenn Sie unbedingt noch am Silvesterabend mit Ihrem Hund spazieren gehen wollen, sollten Sie ihn auf jeden Fall an der Leine führen. Wenn sich das Tier in Panik aus dem Geschirr befreit und davonläuft, muss der Vierbeiner ein Halsband mit Adressanhänger und Telefonnummer tragen. Gehen Sie aber lieber frühzeitig noch einmal Gassi mit Ihrem Hund.
  • Nehmen Sie Ihren Hund keinesfalls mit zum Feuerwerk. Raketen bergen neben dem Schreckpotenzial auch eine Verletzungsgefahr.
  • Leiden Ihre tierischen Mitbewohner bekanntermaßen besonders stark unter dem lauten Jahreswechsel oder neigen gar zu Panikattacken, kann es ratsam sein, in Absprache mit einem Tierarzt, beruhigende Medikamente zu verabreichen. Wenn Sie einen ängstlichen Hund besitzen und in einer lauten Gegend wohnen, können Sie sich dem Silvesterlärm entziehen, indem Sie kurzzeitig eine ruhige Gegend aufsuchen und den Jahreswechsel dort verbringen.


Wir sind ABSOLUT gegen das Silvester-Feuerwerk aus Gründen des Umweltschutzes, des Tierleids und der sinnlosen Verschwendung von Unmengen an Geld für eine vergleichsweise ultrakurze Zeit. Wir wünschten diese Millionen Euro würden für sinnvollere Dinge eingesetzt werden.

Setzt Euch im Freundes- und Bekanntenkreis für ein Silvester ohne Böller und Raketen ein und appelliert für ein tierfreundliches Silvester ohne lautes Feuerwerk.


Quellen: Focus – Zootiere leiden unter Silvesterlärm, Peta Deutschland e.V. , Ein Herz für Tiere
Fotos: Pixabay, reddit.com, Martin Balluch,