Wer ist der Primat?

Wer ist der Primat?

Januar 3, 2020 Aus Von mfsimba

Keine Brandmeldeanlage, keine Sprinkleranlage, kein Zoopersonal, keine Videoüberwachung: Das sind die Erkenntnisse nach dem schrecklichen Brand im Krefelder Zoo!


Über 30 Affen, Vögel und Flughunde. Eingesperrt in ein Gebäude aus Glas und Beton. Die Affen hatten kein Außengehege und es gab keine Brandmeldeanlage. Keine Sprinkleranlage. Kein Zoopersonal, das in der stressigen Silvesternacht bei den Tieren blieb und keine Videoüberwachung an die Zentrale des Wachdienstes.

Es heißt, es seien Himmelslaternen auf dem Dach gelandet und sich dadurch das Dach entzündet hat. Man hätte die Reste gefunden. Das komplette Gebäude war aber eine Glas-Stahlkonstruktion. Wie brennt so etwas, wenn eine Himmelslaterne auf dem Glasdach landet?

Man sagt, als die Feuerwehr eintraf, stand das Gebäude in Vollbrand. Wie lange war dieses Feuer unbemerkt? Was auch immer diesen Brand ausgelöst hat, hier hat meiner Meinung nach der Krefelder Zoo versagt und ist seiner Verpflichtung diese Tiere zu schützen nicht nach gekommen. Der Zoo sperrt diese Tiere ein, hat dann gefälligst auch für ihre Sicherheit zu sorgen. Sie hatten keine Möglichkeit diesem Feuer zu entfliehen. Wichtig ist doch vor allem, dass es immer zugängliche Außengehege gibt. Dann hätten die Affen aus eigener Kraft entkommen können.

Auf einer der Laternen, die den Brand ausgelöst haben sollen, wäre noch ein Wunsch geschrieben worden. Man sagt auch, das sich 3 Frauen gemeldet hätten, die in dieser Nacht Laternen gestartet haben. Nachdem Menschen in Frage stellten wie bei dem Vollbrand noch eine Handschrift zu finden sei, heisst es dass die Laternen mit der Handschrift irgendwo auf dem Zoogelände gefunden wurden!

Ich stelle mir die Frage, was denn nun wirklich zu diesem schrecklichen Brand geführt hat. Waren es am Ende doch vernachlässigte Brandschutzauflagen wo keine Versicherung zahlen würde?

Dieses Feuer macht traurig, fassungslos und wütend. Wer sich nach diesem Drama aktiv für den Artenschutz einsetzen möchte, kann nun Artenschutzprogramme unterstützen und spenden. Wer sich mit seiner Spende an den Zoo wendet, gibt einen neuen Affenbunker in Auftrag. Denn der Zoo hat bereits wenige Stunden nach dem Brand verkündet, man halte an der Haltung von Menschenaffen fest!

Der Krefelder Zoo, ist auch der, der die Tötung von freilebenden Füchsen in Auftrag gab, die sich auf dem Gelände des Zoo´s aufhielten! Dass Füchse ein Zoogelände betreten, ist kaum zu verhindern und stellt auch im Grunde kein Problem dar. Bei der Maßnahme, die Füchse zu bejagen, ging es dem Zoo darum, die Füchse, welche sich zuvor auf dem Zoogelände angesiedelt und dort Baue errichtet hatten, zu beseitigen. Der Zoo konnte allerdings nicht erklären, warum zu diesem Zweck anstatt der Bejagung keine Vergrämungsmaßnahmen zur Anwendung kamen.

In zoologischen Einrichtungen werden Tiere – wie in einem Gefängnis – ihr Leben lang eingesperrt. Zoos geben vor, diese drastische Maßnahme sei für den Artenschutz und die Vermittlung von Wissen über die Tiere notwendig. In Wahrheit verfolgen Zoos jedoch ganze andere Ziele.

Die Artenschutz-Lüge

In Gefangenschaft geborene Tiger, Bären, Menschenaffen, Löwen, Giraffen, Eisbären und viele weitere Tierarten können grundsätzlich nicht ausgewildert werden. Im Zoo verkümmern ihre Instinkte, und die Tiere können wichtige Verhaltensweisen für ein Überleben in der Natur nicht erlernen. Das beständige „Lagern“ von Tieren hinter Gittern hat mit Artenschutz nichts zu tun, denn die Tiere verlieren von Generation zu Generation immer mehr natürliche Eigenschaften. Sie sind schließlich nur noch ein trauriges Abbild ihrer stolzen Artgenossen in Freiheit. Echter Artenschutz bedeutet, Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu schützen.

Bei dem weitaus größten Anteil aller Tierarten in deutschen Zoos (über 85 %) handelt es sich nicht um gefährdete Arten. Langfristig erfolgreiche Auswilderungsprojekte können Zoos dagegen auch kaum vorweisen, und das lebenslängliche Einsperren von unzähligen Tieren und ihren Nachkommen ist durch diese Einzelfälle nicht zu rechtfertigen.

Jeder hat sicherlich schon einen Zoo besucht, gerade in den Häusern der Menschenaffen müsste doch jedem Besucher auffallen, was für ein trauriges und langweiliges Leben diese Tiere dort führen.

Angeblich leben Zootiere in Deutschland glücklich. Aber es gibt Hinweise für den systematischen Einsatz von Psychopharmaka. Ein Affe, der durchdreht, bekommt beispielsweise einfach Diazepam.

Valium ist ein gängiges Mittel bei Affen

Es dürfte die Regel sein, dass in Zoos Medikamentenlager mit großen Beständen geführt werden, dass es Tiere gibt, die ihr Leben dort unter Betäubungsmitteln verbringen. Der klinische Psychologe und Tierschützer Colin Goldner hat mehr als zwei Jahre lang die Tiere in deutschen Zoos beobachtet.

Er wirft gar nicht erst die Frage auf, ob Schimpansen, Gorillas, Orang-Utans und Bonobos, also alle Menschenaffenarten, unter Psychopharmaka stehen, für ihn ist allein die Frage, welche Präparate sie verabreicht bekommen.

Das Valium-Präparat Diazepam, das neben den Affen auch Delfine bekommen, ist in Zooapotheken ein gängiges Mittel. Es lindert alle Arten von Beschwerlichkeiten, beruhigt beim Transport, mildert Unruhen, mindert Aggressionen, beugt Depressionen vor und wirkt bei Robben und Delfinen sogar appetitanregend.

Ich denke dies ist nur die Spitze des Eisberges, was in deutschen Zoos oder auch Tierparks zur Anwendung kommt.

Hier war es jetzt ein Brand in einem Zoo, wo Affen qualvoll bei lebendigem Leib verbrannten. Denkt doch auch mal an die Mastbetriebe mit Schweinen und Geflügel, die in den vergangenen Jahren brannten. Dort verbrannten tausende Tiere bei lebendigem Leib. Macht es einen Unterschied, ob Affe, Schwein oder Huhn? Oder an die Tiere im Versuchslabor…!

Viele Menschen stehen Zoos mittlerweile kritisch gegenüber. Es gibt viele tierfreundliche Möglichkeiten, wie Kinder und Erwachsene die natürlichen Bedürfnisse und Lebensweisen von Tieren kennenlernen können, zum Beispiel auf einer Entdeckungstour durch die heimische Natur oder durch die Mithilfe auf einem Gnadenhof. Wer den Anblick seelisch kranker Tiere in der Zoo-Gefangenschaft nicht ertragen kann, der kann das natürliche Verhalten von Tieren in ihrem ursprünglichen Lebensraum mithilfe von Dokumentarfilmen kennenlernen.

Auch Kinder wollen nicht, dass Tiere leiden. Es ist falsch, ihnen vorzugaukeln, Elefanten, Tiger oder Affen könnten in Gefangenschaft artgerecht gehalten werden.

Tiere in Zoos zu halten ist Quälerei und Isolationsfolter.


Quellen: Focus, Peta
Fotos: Pixabay