Simmersbach…

Simmersbach…

...oder auch Sömmaschbuch, wie man hier auf platt sagt, liegt im Nordosten des Lahn-Dill-Kreises und gehört zur Großgemeinde Eschenburg, direkt an der Grenze zum Landkreis Marburg-Biedenkopf. Umgeben ist der Ort von Ausläufern des Rothaargebirges im Nordwesten und dem Gladenbacher Bergland im Osten.

Es liegt im Tal des Simmersbachs, einem Zufluss der Dietzhölze. Die angrenzenden Orte sind, von Norden im Uhrzeigersinn beginnend: Roth (Gemeinde Eschenburg), Oberhörlen (Gemeinde Steffenberg), Lixfeld (Gemeinde Angelburg), Hirzenhain, Eiershausen und Eibelshausen (alle Gemeinde Eschenburg). Nordwestlich des Ortes erhebt sich der Staffelböll (536 m ü.NN), südöstlich der Hornberg (570 m ü.NN) und der Mattenberg (577 m ü.NN). Nordöstlich befindet sich der Galgenberg (541 m ü.NN).

Luftaufnahme/Simmersbach vom 03.09.2023 (2560 x 1355Pixel) – © Mirko Fuchs

Luftaufnahme/Simmersbach vom 03.06.2020 (2160 x 1440Pixel) – © Mirko Fuchs

Luftaufnahme/Simmersbach vom 09.01.2021 (2160 x 1440Pixel) – © Mirko Fuchs

Luftaufnahme/Simmersbach vom 03.06.2021 (2160 x 1440Pixel) – © Mirko Fuchs

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Simmersbach wurde im Jahr 1323 erstmals urkundlich erwähnt.

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde Simmersbach zusammen mit seinem Nachbarort Roth, die bis dahin zum Landkreis Biedenkopf gehörten kraft Landesgesetz dem Dillkreis zugeschlagen und mit den Gemeinden Eschenburg, Hirzenhain zur erweiterten Großgemeinde Eschenburg zusammengeschlossen. Die Inkraftsetzung erfolgte zum 1. Juli 1974 durch den Regierungspräsidenten in Darmstadt. Für alle Ortsteile wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher errichtet.

Das Wappen

Die von Erwin Reh gemalte Philippsbuche war Vorlage für das Simmersbacher Wappen.
Als die Gemeinde 1957  auch ein eigenes Wappen haben wollte, kam man auf das Motiv der Philippsbuche.
Kreisoberinspektor Karl Huth stimmte den Vorstellungen der Simmersbacher zu, daß für die Gemeinde die charakteristische Gestalt der Philippsbuche die gegebene Wappenvorlage sein würde. Es war das Verdienst von Bürgermeister Erwin Reh, daß ein Bild vorhanden war, das den Zustand des Baumes kurz nach dem ersten Weltkrieg zeigt. Die schweren Schäden, die den historischen Baum später trafen, waren damals noch nicht eingetreten.
Vier Hauptäste ragten aus dem mächtigen Stamm heraus und wurden gerne als Symbol für die vier Söhne Philipps des Großmütigen angesehen, zu dessen Erinnerung und Gedenken der Baum gepflanzt wurde. Bürgermeister Reh stellte das von ihm geschaffene Bild zur Verfügung. Ein Foto davon erhielt der Heraldiker Heinz Ritt aus Gießen, der dann im Auftrag des Hessischen Staatsarchivs das Wappen für die Simmersbacher zeichnete. Der in Marburg geborene hessische Landgraf Philipp der Großmütige (1509 – 1567), der 1526 die Reformation einführte, hatte in Marburg die erste protestantische Universität gegründet.
Er wurde 1547 bis 1552 von Kaiser Karl V. in den Niederlanden gefangen gehalten. Zur Erinnerung seiner Rückkehr in seine hessische Heimat, als er erstmals nach seiner Gefangenschaft hessischen Boden wieder betrat, wurde ihm zu Ehren am 10. September 1552 die Buche gepflanzt.

Die Katharinenkirche

In der Ortsmitte von Simmersbach erhebt sich die schlichte evangelische Katharinenkirche inmitten zahlreicher alter Fachwerkhäuser. Die alten Häuser tragen zum Teil Balkenschmuck und Kratzputz, auch einige der traditionellen zweigeteilten Haustüren sind hier noch zu finden. Zum Teil tragen die Türen stilisierte Blumenmuster.

Die unter Denkmalschutz stehende Katharinenkirche Simmersbach wurde in zwei Abschnitten im 13. und 14 Jahrhundert errichtet. Der Kernbau des Turms ist hochmittelalterlich und wurde später durch das Kirchenschiff erweitert. Beide Bauteile sind als Massivbauten in Bruchsteinmauerwerk errichtet und verputzt. In dem landwirtschaftlich orientierten Dorf versuchte man sich Ende des 18. Jahrhunderts die wenigen vorhandenen Bodenschätze nutzbar zu machen und so wurde unterhalb des Hornbergs eine Schiefergrube mit dem Namen Grube Wolfsschlucht eröffnet.

Mit dem Aufblühen der Industrie ab Ende des 19. Jahrhunderts wandten sich die Simmersbacher mehr und mehr von der für sie inzwischen unrentablen Landwirtschaft ab und fanden Arbeit in den Hütten und Fabriken des nahen Dietzhölz- oder Dilltals. So wurde aus dem einstigen Bauerndorf eine Wohngemeinde.

Die Philippsbuche

Im Jahr 1552 kehrte Landgraf Philipp von Hessen aus fünfjähriger Gefangenschaft zurück in seine Heimat und betrat am 10. September am Staffelböll erstmals wieder hessischen Boden. Wenige Jahre später pflanzten die Simmersbacher zum Gedenken daran an dieser Stelle eine Buche, die so genannte Philippsbuche. 1910 wurde unter dem Baum ein Denkmal errichtet.

1963 musste die mittlerweile 400-jährige Buche gefällt werden, da sie abgestorben war. Aus einem Ableger von ihr wurde aber ein neuer Baum gepflanzt. Die Philippsbuche wurde zwischenzeitlich zum Naturdenkmal erklärt und ist bis heute ein beliebtes Wanderziel.

Die Schutzhütte

Die Hütte steht direkt am Europäischen Wanderweg Nr. 1 und wurde 1976 in Eigenleistung des Verschönerungsverein errichtet. Der Europäische Fernwanderweg E1 ist Teil des europäischen Wanderwegnetzes und verläuft vom Nordkap derzeit bis Salerno im Süden Italiens. Seine Gesamtlänge beträgt rund 7.000 km

Die Grube Wolfsschlucht

In der Simmersbacher Gemarkung von Eschenburg die Schiefergrube Wolfsschlucht deren Stollen etwa 300 Meter tief in den Berg führen. Im 18. Jahrhundert brannten viele Häuser mit Ihren Strohgedeckten Dächern nieder. Und so suchte man zunächst mit dem Scheibenstein und später dem Schiefer nach geeigneteren Baumaterialien. Schon im Jahre 1767 fand, man erste Aufzeichnungen über die benachbarte Wissenbacher Schiefergrube. So kann man wohl die Entstehung der Simmersbacher Untertagegrube in die gleiche Zeit datieren, zumal Ihre erste Erwähnungen in die Jahre 1815 (Eibelshausen) und 1816 (Frechenhausen) fallen. In den Jahren 1863 und 1880 forderte die Grube mit Joh. Emmerich (Hirzenhain) und Heinrich Keller (Eiershausen) zwei Todesopfer. Im Jahr 1884 standen 36 Personen in der Schiefergrube Wolfsschlucht unter dem damaligen Pächter Dromm aus Gießen in Lohn und Brot und förderten mit 500 Tonnen schon 100 Tonnen mehr als die Grube in Wissenbach zur gleichen Zeit. Ein Bruch der Grubenbaue unterbrach im lahre 1896 die Förderaktivitäten.

Ein weiterer Bruch begrub endgültig die Fördermöglichkeiten für Wand -und Dachschiefer, so dass nur noch Schieferplatten und Blöcke und später Schieferbruch zur Herstellung von Beton – Schwerbeton und Waschbetonsteinen gefördert werden konnten. Gegen den im Tagebau fördernden Wettbewerb war man zunehmend preislich unterlegen, so dass sich Karl Jacobi im Jahre 1973 zur Einstellung der Untertagebetriebes entschloss.

Das alte Mühlchen

Wer von Eibelshausen herkommend auf Simmersbach zuwanderte, der sah sie dort unten im Wiesengrund, an der am weitesten vorspringenden Waldecke des „Hohen Rain“ (Flurname) liegen.

Die alte kleine Mühle, im Fachwerkstil erbaut, mit ihrer roten Rückwand, die in Ermangelung des ursprünglichen Baumaterials Holz und Lehm stattdessen in Ziegelmauerwerk erneuert worden war und dadurch dem kleinen Gebäude ein etwas fremdartiges Aussehen gab.

Von weitem sah man dem „Mühlchen“, wie es im Volksmund genannt wurde, ihr Alter nicht an, war es doch im Jahre 1654, also kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg, erbaut und hatte seitdem manchen Sturm erlebt. Der Antrieb der Mühle erfolgte über das seitlich angebrachte Mühlrad, das sicher in früheren Zeiten aus Holz gefertigt war, aber später dann irgendwann durch ein Eisenrad ersetzt wurde.

Der Badeweiher

Am Ortsausgang Richtung Streitwasser befand sich ehemals ein Schafpfuhl. Hier wurden die Schafe vor der Schur gewaschen. Bei dieser Veranstaltung stiegen die jungen Männer in alter Kleidung ins Wasser und jeweils zwei Mann wuschen zusammen ein Tier bis die Herde durch war. Die Dorfjugend und auch ältere Menschen nahmen als Zuschauer an diesem Schauspiel teil.
Oberhalb des Schafpfuhls begann der „Kuhweg“, das heißt der Weg und Gelände, auf dem der Kuhhirte mittags die Herde zur Weide führte. Unmittelbar unterhalb des Schafpfuhls bis zum Grundstück „Schneider“ befand sich ein Talstück mit seitlich aufsteigenden Böschungen von ca. 3-4 Metern Höhe.Anfangs der 30er Jahre wurde durch die Gemeinde an der unteren Grenze dieses Geländes mit dem Bau eines Erddammes begonnen, um hier einen Brandweiher anzulegen, damit für den Ort ausreichend Löschwasser zur Verfügung gehalten werden konnte. Bis zu dieser Zeit vergnügten sich die Kinder im Sommer im Schafpfuhl wobei gesagt werden muss, dass das Wasser wegen des unbefestigten Bodens durch den darin befindlichen Schlamm stark verunreinigt war.
Der neue „Brandweiher“, zunächst ca. 50 Meter lang, war zuerst auch unbefestigt, wurde aber trotzdem zu Badezwecken benutzt.

 


Aktuelle Artikel
Februar 16, 2024Das zur Zeit viel bemühte „NIE WIEDER!” geschieht genau jetzt. Real, zügig, live und in Farbe – und keiner hat es geglaubt. Vor ein paar Tagen kündigte die Bundesministerin des Inneren auf einer Pressekonferenz in Berlin gemeinsam mit Verfassungsschutz-Chef Thomas Haldenwang und BKA-Chef Holger Münch an, Menschen strafrechtlich und geheimdienstlich zu verfolgen, „die den Staat verhöhnen”. Jene „müssen es mit einem starken Staat zu tun bekommen”, sagte sie. In einem bereits ausgearbeiteten Maßnahmenkatalog spricht sich Faeser auch für eine Änderung des Grundgesetzes aus, um den Staat vor der „Einflussnahme von Demokratiefeinden” zu schützen und abzusichern. Dem zustimmend möchte Familienministerin Lisa Paus nun auch per neuem Gesetz gegen bisher von der Meinungsfreiheit gedeckte, also nicht strafbare Aussagen vorgehen. Hier noch einmal zur Erinnerung der Artikel 5 unseres (offenbar sehr bald ausgehebelten) Grundgesetzes – nur für den Fall, dass es bei den oben genannten Damen und Herren oder auch bei den von ihnen verachteten Untertanen in Vergessenheit geriet: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.” Unbedingt zu erwähnen ist dabei: Jene Meinungsfreiheit endet ausdrücklich erst bei Gefährdung des Jugendschutzes und dort, wo andere Individuen beleidigt werden („Recht der persönlichen Ehre”). Kritik an der Regierung dagegen ist explizit erlaubt, selbst wenn sie im juristischen Sinn beleidigend ist – denn das Grundgesetz soll die Bürger vor der Regierung schützen, nicht die Regierung vor dem Bürger. Wie sehr man sich allem Anschein nach inzwischen lieber an der Gesetzgebung von 1933 als an unserem Grundgesetz orientiert, wird im Folgenden erschreckend deutlich: Mit dem Ermächtigungsgesetz vom 24. März 1933 (offiziell: Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich’) übertrug der Deutsche Reichstag die gesetzgebende Gewalt de facto vollständig auf die neue Reichsregierung unter Hitler und hob damit die für eine demokratische Staatsordnung konstituierende Gewaltenteilung auf. “Dieses Ermächtigungsgesetz bildete de facto die Grundlage für die Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur.” (Quelle:Wikipedia) Die neue nationalsozialistische Regierung konnte nach Inkrafttreten des Ermächtigungsgesetzes also umgehend neue Verordnungen und Gesetze verabschieden. Diese beschlossene Gesetze konnten von der Verfassung abweichen. Die Regelung war inhaltlich nicht beschränkt. Weder ein Reichstagsausschuss noch der Reichsrat konnten Kontrolle ausüben oder nachträglich eine Aufhebung fordern. Eine uneingeschränkte Staatsherrschaft war ab nun möglich. Es gibt Zeitgenossen, bei denen der sprichwörtliche Groschen möglicherweise noch immer nicht fällt. Meine Empfehlung an diese Klientel: Ohrstöpsel herausziehen, rosa Brille ablegen, Maske absetzen, Regenbogenfähnchen weglegen. Im besten Fall noch den Schafspelz ausziehen und das Licht anknipsen, im Oberstübchen. Neunzig Jahre nach jenem „Ermächtigungsgesetz” kommt nun ein neues Gesetz als „Kampf gegen das Böse”. Der Kampf gegen das Böse von heute ist der Kampf gegen ein vermeintliches „Rechts” – und er beginnt ab jetzt, und anscheinend vertraut und in alter Tradition, wieder mit faschistischen Mitteln und Methoden geführt zu werden.  Tatsache ist: Alle Warnungen sind lautlos und ungehört verhallt. Sie sind zerschellt – an Ohrstöpseln, rosa Brillen und Schafspelzen. Die Sprache der Diktatur und ihrer Vollstrecker ist zurück. Werden Ihre Taten bald folgen? In den Medien läuft bereits 24/7  Dauerpropaganda. Eine Maschinerie aus Verleumdung, Zensur, Einschüchterung, Überwachung und Drohung arbeitet bereits auf Hochtouren, wohin man auch schaut. Wir haben gerade Mitte Februar. Die anstehenden Europaparlamentswahlen sind erst im Juni; die Landtagswahlen in drei Bundesländern im September. Was uns allen als Volk hier an diktatorisch-infamen Schmutzkampagnen durch diese linke Regierung, die alle demokratischen Grundsätze über Bord geworfen zu haben scheint, noch bevorsteht, können wir uns gegenwärtig noch nicht einmal in Ansätzen vorstellen. Wir dachten: „Das werden die niemals tun. “HABEN WIR UNS GETÄUSCHT …WERDEN SIE ES DOCH WIEDER TUN??? Fotos: Pixabay.com [...]
Februar 3, 2024Was ist so schlimm daran politisch “Rechts” zu sein? Man muss differenzieren. Laut dem Hufeisenmodell ist Konservativ schon rechts. Also befinden sich die Union und deren Wähler ebenfalls rechts. Das ist ja soweit noch nichts schlimmes. Schlimm ist immer erst der Extremismus. Und dieser ist, egal ob Links- oder Rechtsextremismus, immer schlecht. Durch die Zeit des Nationalsozialismus wird hier in Deutschland etwas vorsichtiger mit rechten Parteien umgegangen, die schon um einiges weiter als konservativ sind. Linksextreme sind mindestens genauso kritisch. Diese erregen dabei einfach nicht so viel Aufmerksamkeit. Außerdem kommt es einfach nur auf die gesellschaftliche Einstellung an was anerkannt ist und was nicht. Das kann sich ständig ändern. Rechts ist immer gleich böse. Warum das denn? Dazu muss man wissen, was “rechts-sein” bedeutet. Rechts und Links sind in der Politik erst einmal Vereinfachungen, die auch wirklich nur das sind – Vereinfachungen. Man benutzt sie um sich selbst oder andere grob in eine Weltanschauung und in eine politische Ideologie einzuordnen.  Unter links wird in der Regel “Progressivität” verstanden, es geht um ein aufgeschlossenes, multikulturelles und sehr tolerantes angestrebtes Weltbild. Viele linke Ideen sind pro Umwelt- und Tierschutz und normalerweise sympathisieren sie mit der Unter- und Mittelschicht, befindet sich also in der Konsequenz in der Opposition zur Oberschicht/ zu den “oberen Zehntausend”. Dabei kann ein Linker aber vieles sein: Er kann (in erster Linie bspw.) Sozialdemokrat, demokratischer Sozialist, Anarchist, Kommunist oder Sozialist sein – die Unterscheidungen werden z.T. noch wesentlich sensibler. Manche Linke verstehen sich somit auch in erster Linie eher als sowas wie Feminist, Vegetarier oder Umweltschützer, eben je nachdem welches Ziel man für sich selbst am meisten Priorität zuspricht. Rechts sein wird in der Regel als all das definiert, was konservativ ist und noch weiter in die “rechte” Ecke geht. Rechte Meinungen sympathisieren oftmals mit religiöser und kultureller Verbundenheit, dabei wird mehr Wert auf Traditionen und “altbewährte Methoden” als auf Fortschritt (->Progressivität) gelegt – dabei wird er aber nicht grundlegend abgelehnt, sondern eher skeptisch und zögerlich betrachtet. Rechte geben sich, und das ist kein Geheimnis, sehr “heimatverbunden” (-> Sympathie zum Umwelt-/Tierschutz) und wesentlich nationalistischer als der internationalistische Gegenentwurf der Linken. Dabei werden in letzter Konsequenz aber auch Immigration und Politik andere Staaten logischerweise kritischer betrachtet. Wer den Fokus seiner Politik nämlich so auf das alleinige Wohl des eigenen Staates legt, der wird früher oder später immer in die Situation kommen, misstrauisch zu werden – auch wenn das unbegründet sein mag. Durch die Medien wird das rechte Spektrum ordentlich durchgenommen und ins schlechte Licht gerückt. Ich bin generell konservativ eingestellt und das merkt man auch denke ich mal an meinen Aussagen. Kurz gesagt: Durch antikonservative Propaganda und AfD-Verbotsversuche durch einige dieser Bevölkerung (auch Politiker) wird das linke Spektrum in den Himmel gelobt. Ich finde aber, beides hat seine Existenzberechtigung. Fotos: Pixabay.com [...]
Januar 31, 2024In einer Demokratie ist die Bundesregierung dazu verpflichtet, im Interesse der Bürger zu handeln und die Rechte und Freiheiten der Bevölkerung zu schützen. Hetze gegen Bürger oder Gruppen ist inakzeptabel und widerspricht den Grundprinzipien einer demokratischen Gesellschaft. Wenn Gewerkschaften zu politisch sind, und an einer Regierungspartei kleben, sollte man sich fragen ob das eigene Geld dort noch gut angelegt ist. Gewerkschaften beteiligen sich unter anderem mit einem Aufruf, der einer Hetze gleichkommt, zur Diskriminierung von Menschen. Als es darum ging, sich an den regierungskritischen Bauernprotesten zu beteiligen, hat man sich zurückgehalten. Aber wenn es darum geht, die Opposition zu diffamieren kommt man sofort mit der Nazikeule! Wer gegen Diskriminierung aufruft und andere Menschen gleichzeitig diskriminiert, greift auf die gleichen Mittel zurück. Alles und jeden in die rechtsradikale Ecke zu schieben der diese Regierung kritisiert ist für mich fragwürdig und ich tue mich schwer damit, so ein Handeln auch noch finanziell zu unterstützen. Eine Geschäftsstelle der IGM aus dem heimischen Raum schreibt: “Rechtsextreme bedrohen unsere Demokratie. Sie treten immer selbstbewusster und feindseliger auf. Gelingt es der AfD als ihrem parlamentarischen Arm, an die Macht zu gelangen, sind Demokratie und Menschenrechte in ihrer Substanz gefährdet. Höcke, Krah und ihresgleichen fordern es offen rassistisch und menschenfeindlich: Millionen Menschen sollen nach ihren Vorstellungen aus rassistischen Motiven entrechtet und deportiert, behinderte Menschen ausgegrenzt, Suchtkranke eingesperrt und alle Lebensentwürfe unterdrückt werden, die sich nicht in ihr archaisches Familien- und Geschlechterbild fügen wollen. Ihre Anhänger*innen rufen mit Hassbotschaften zur Gewalt gegen alle auf, die nicht in ihr völkisch-nationalistisches Weltbild passen. Wir können nicht zulassen und hinnehmen, dass dieses Treiben weiter verharmlost und kleingeredet wird. Wir stellen uns dagegen, wenn die demokratischen Grundlagen unserer Gesellschaft in Frage gestellt werden. Wir wenden uns auch entschieden gegen diejenigen, die mit ihnen gemeinsame Sache machen wollen. Mit Ideologien der Ungleichwertigkeit von Menschen kann es keinen Ausgleich geben…” Die Frage, ob die AfD rechtsextrem ist, ist Gegenstand von Meinungsverschiedenheiten und kontroversen Diskussionen. Die AfD wurde 2013 als Partei gegründet und hat sich in kurzer Zeit zu einer bedeutenden politischen Kraft in Deutschland entwickelt. Die Partei bezeichnet sich selbst als konservativ, nationalkonservativ oder national-liberal, während ihre Kritiker behaupten, dass sie auch rechtsextreme Elemente in ihren Reihen hat. Es ist wichtig zu betonen, dass die AfD eine heterogene Partei ist, und es gibt unterschiedliche Strömungen und Meinungen innerhalb der Partei. Einige ihrer Mitglieder und Vertreter haben in der Vergangenheit kontroverse Aussagen getroffen, die als rechtsextrem interpretiert wurden. Andererseits betonen andere Mitglieder, dass die AfD eine demokratische Partei ist und sich an demokratischen Prozessen beteiligt. Der Verfassungsschutz in Deutschland hat Teile der AfD im Auge behalten, aber bisher hat er die gesamte Partei nicht als rechtsextrem eingestuft. Hier mal ein Interview mit Björn Höcke. Ob es ein Behinderthasser wie von der IGM dargestellt ist, das wage ich zu bezweifeln! Warum haben wir diese Probleme im Land? Bestimmt nicht wegen Oppositionsparteien! WER POLITIK FÜR DEN BÜRGER MACHT, DER BRAUCHT DAS VOLK NICHT ZU FÜRCHTEN! Fotos: Pixabay.com [...]
Januar 6, 2024Eine Gruppe aufgebrachter Bauern wird als “verfassungsfeindliche Delegitimierer-Szene” dargestellt. Dies wird als Rechtfertigung für die umfassende Überwachung von Telegram- und WhatsApp-Gruppen angeführt, ohne Rücksicht auf Datenschutz, um vermeintliche Demokratiegefährder auszuspionieren. Die Vorgehensweise und die öffentliche Anprangerung der Beteiligten sollten kritisch betrachtet werden. Die Regierung legitimiert offenbar Protest nur von Akteuren, die in ihrem Sinne handeln. Ich möchte darauf hinweisen, dass man während der Corona-Pandemie die Black Lives Matter-Proteste als akzeptabel gesehen hat, aber Bürger, die für Grundrechte demonstrierten, als “Schwurbler” bezeichnet und mit Wasserwerfern konfrontiert wurden. Dieses Handeln mit doppelten Standards ermöglicht es Klimademonstranten, Sachschäden zu verursachen und Rettungswagen zu blockieren, während aufgebrachte Bauern als Verfassungsfeinde stigmatisiert werden. Wahre Demokratie zeigt sich darin, dass man trotz einer entgegengesetzten Meinung zu den Mächtigen keine Repressalien oder gesellschaftlichen Medienverunglimpfungen befürchten muss. Der Protest gegen Robert Habeck, bei dem nach bisherigem Wissen weder Menschen noch Sachen zu Schaden kamen, verdeutlicht, wie weit wir von dieser idealen Demokratie entfernt sind. Merke: Du darfst alle anderen Bürger am Weiterkommen hindern und blockieren. Du darfst den Krankenwagen an der Durchfahrt hindern und dafür sorgen, dass Menschen zu spät zur Arbeit kommen. Selbst den Flugverkehr darfst du lahm legen. Du darfst das Brandenburger Tor beschmieren, Bilder und Ladengeschäfte. Für die teure Reinigung kommt der Steuerzahler auf. So lange es für das Klima ist und sich nicht gegen Politiker richtet, ist alles gut. Aber wehe du blockierst Robert Habeck auf der Fähre, weil deine Existenz auf dem Spiel steht. Dann ist Schluss mit lustig! Und von all denen, die jetzt einen Angriff auf Habeck herbeiphantasieren und sich empören über „Gewalt“ durch die „Bauern-RAF“, war nie etwas zu hören, als AfD-Politiker tatsächlich angegriffen oder ihre Privatadressen von der Antifa öffentlich gemacht wurden… Fotos: Pixabay.com [...]
Dezember 30, 2023Ein Wendepunkt in der Geschichte der Bauernschaft Der Bauernaufstand von 1524 war ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte der Bauernschaft während der frühen Neuzeit. Diese Rebellion, die sich vor allem in Süddeutschland und Teilen der Schweiz abspielte, markierte einen Wendepunkt in den sozialen und politischen Beziehungen zwischen den Bauern und den herrschenden Klassen. Die Gründe für den Aufstand waren vielfältig und spiegelten die Unzufriedenheit und die unterdrückten Bedürfnisse der bäuerlichen Bevölkerung wider. Hintergrund: Im 16. Jahrhundert waren die Lebensbedingungen der Bauern von Armut, hohen Abgaben und der Willkür ihrer Grundherren geprägt. Die feudale Struktur der Gesellschaft ermöglichte es den Adligen, die Bauern auszubeuten und ihre Rechte zu missachten. Darüber hinaus führten wirtschaftliche Veränderungen und steigende Steuerlasten zu einem wachsenden Unmut unter den Bauern, die schließlich den Mut fassten, sich gegen die bestehende Ordnung zu erheben. Ursachen des Aufstands: Wirtschaftliche Ausbeutung: Die Bauern litten unter schweren Abgaben, die oft einen erheblichen Teil ihrer Ernte ausmachten. Die hohen Abgaben, gepaart mit Missernten und wirtschaftlichem Druck, trieben viele Bauern in die Armut. Religiöse Unruhen: Die Reformation, angeführt von Figuren wie Martin Luther, hatte religiöse und soziale Veränderungen ausgelöst. Viele Bauern sympathisierten mit den reformatorischen Ideen und forderten eine Reformierung der Kirche und eine stärkere Beteiligung der Laien. Politische Unterdrückung: Die politische Macht war fest in den Händen der Adligen, und die Bauern hatten wenig Einfluss auf politische Entscheidungen. Die fehlende Mitsprache in politischen Angelegenheiten verstärkte den Wunsch nach Veränderung. Der Verlauf des Aufstands: Der Bauernaufstand begann in den Jahren 1524 und 1525 und breitete sich rasch aus. Die Bauern bildeten bewaffnete Gruppen und erhoben sich gegen ihre Unterdrücker. In vielen Fällen kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, bei denen sich die Bauern als entschlossene Gegner der bestehenden sozialen Ordnung zeigten. Allerdings waren die Aufständischen in vielerlei Hinsicht uneinig und schlecht organisiert. Die Obrigkeit, die sich bedroht fühlte, reagierte mit großer Härte. Die Kämpfe endeten in vielen Regionen mit blutigen Niederlagen für die Bauern, was zu einer Verschärfung ihrer Situation führte. Folgen und Lehren: Der Bauernaufstand von 1524 mag zwar militärisch gescheitert sein, dennoch hatte er langfristige Auswirkungen auf die gesellschaftliche Entwicklung. Die Unterdrückung der Bauern führte zu einer tiefen Verärgerung in der bäuerlichen Bevölkerung, und die Ideen der Gleichheit und Gerechtigkeit fanden in den folgenden Jahrhunderten immer wieder Widerhall. Der Aufstand von 1524 kann als Wegbereiter für spätere soziale Bewegungen betrachtet werden, die auf eine gerechtere Verteilung von Macht und Ressourcen abzielten. Obwohl die Bauern in diesem speziellen historischen Kontext nicht erfolgreich waren, bleibt ihr Aufstand ein bedeutendes Beispiel für den Kampf gegen Unterdrückung und soziale Ungerechtigkeit. Die ersten Reaktionen der Herren sind grausam. Viele Bauern werden hingerichtet oder verstümmelt. Zudem müssen sie ihre Waffen abgeben und werden zu Schadenersatz verpflichtet. Etwa 70.000 Bauern verlieren während des Bauernkriegs ihr Leben. Weil die Herren aber auch Angst vor neuerlichen Aufständen haben, erfahren die Bauern in einigen Regionen nicht nur Repressionen. So kommen die Herren im sogenannten “Renchener Vertrag” in der Ortenau den Bauern entgegen. Dort wird die Leibeigenschaft aufgehoben, die Heiratsfreiheit wird möglich gemacht und die Todfallabgabe wird abgeschafft. WIRD ES NUN 500 JAHRE SPÄTER EINE WENDE GEBEN? Fotos: Bauernkrieg (Bildkauf – Lizenz: Rights Managed-Standard), Facebook.de [...]